
Kunst transportiert Werte
Werte verbinden uns als Menschen. Sie sind nicht nur Ausdruck dessen, wogegen wir stehen, sondern vor allem dessen, wofür wir uns einsetzen. Werte können Brücken bauen, die es uns ermöglichen, einander besser zu verstehen.
Mein Weg als Christ begann erst 2022. In dieser kurzen Zeit habe ich bereits viele Höhen und Tiefen erlebt. Ich kenne die Phasen, in denen der Glaube von strengen Kategorien geprägt ist, in denen man verbissen nach der absoluten Wahrheit sucht. Doch mit der Zeit habe ich gelernt: Glaube ist kein starres Konzept, sondern ein lebendiger Prozess.
Wir Menschen orientieren uns oft an anderen, besonders wenn sie mit großer Gewissheit auftreten. Doch niemand besitzt die absolute Wahrheit. So habe ich für mich einen offenen Glauben gefunden, der auf diesen Werten basiert:
Verbundenheit
Wir sind Teil der Schöpfung – verbunden mit Menschen, Tieren und der Natur. Aus dieser Verbundenheit erwächst Verantwortung: füreinander, für unsere Umwelt, für das, was wir weitergeben. Nächstenliebe ist nicht nur zwischenmenschlich, sondern ganzheitlich und schließt die gesamte Schöpfung mit ein.
Menschlichkeit
Wir sind keine Gegner, sondern Geschwister im Menschsein. In einer polarisierten Welt braucht es Verständnis und den Willen, Brücken zu bauen. Doch wo keine Offenheit besteht, sich zu begegnen, ist Abgrenzung notwendig. Eine klare Grenze ziehe ich gegenüber menschenverachtenden Ideologien wie dem Rechtsradikalismus.
Offenheit
Gott ist größer als unsere Begrenzungen. Ich glaube nicht, dass es nur einen einzigen richtigen Weg gibt. Darum begegne ich auch anderen spirituellen Wegen und Religionen mit Respekt. Mein Bibelverständnis ist nicht wörtlich, sondern offen für Kontext, Tiefe und neue Erkenntnisse.
Vielfalt
Jeder Mensch ist ein Ausdruck der göttlichen Liebe. Gott nimmt uns an, so wie wir sind – mit all unseren Facetten, Gefühlen und Sehnsüchten. Diese Vielfalt ist kein Zufall, sondern ein Geschenk. Ich glaube nicht, dass Jesus ein Problem mit LGBTQIA+ hat. Liebe ist immer größer als menschliche Grenzen.
Schattenarbeit
Unsere Vergangenheit, unsere Verletzungen, die Traumata unserer Vorfahren – sie alle wirken in uns. Doch Heilung geschieht, wenn wir uns diesen dunklen Anteilen stellen. Glaube bedeutet für mich nicht Verdrängung, sondern ehrliches Hinschauen. Vielleicht sind es genau diese Schatten, die uns den Weg zu tieferem Verstehen weisen.
Verwandlung
Wo wir in menschlicher Begrenztheit feststecken, wo Schmerz uns lähmt, da kann Gottes Gegenwart Verwandlung bringen. Jesus lädt uns ein, ins Licht zu treten, unser wahres Selbst anzunehmen und heil zu werden. Er ist der Gott, der Fluch in Segen verwandelt.
„Außerdem haben wir es selbst erlebt und können bezeugen, dass Gott, der Vater, seinen Sohn in diese Welt gesandt hat, um sie zu retten. Und wer bekennt, dass Jesus der Sohn Gottes ist, der bleibt in Gott und Gott in ihm. Wir haben erkannt, dass Gott uns liebt, und wir vertrauen fest auf diese Liebe. Gott ist Liebe, und wer in dieser Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.“
(1. Johannes 4, 14-16)
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