„Ich versuche etwas sichtbar zu machen, dass irgendwo zwischen dem liegt, was ich nach Außen hin sehe und dem was ich in mir sehe. Für mich funktioniert ein Bild wie ein gedanklicher Raum, in dem sich Emotionen frei entfalten können. Ein Ort, der Ruhe für die Augen schafft, aber auch einen Sturm der Gefühle losbrechen kann. In meiner Malerei bewege ich mich zwischen Andeutung und Ausarbeitung. Ich mache bestimmte Dinge sichtbar und lasse andere im Verborgenen. Dadurch entsteht eine Atmosphäre die etwas von einer Erinnerung und von einem Traum hat.

In den letzten Jahren habe ich mich von expressiver Malerei, über naturalistisches Zeichnen zu einer surrealen Darstellung entwickelt. Wobei jede Phase ihre Spuren in meinem Stil hinterlassen hat. Meine Bilder basieren auf eigenen Skizzen von realen Orten, Figuren aus Filmen und aus meiner Fantasie. Mich inspirieren verlassene Orte und besonders die Mystik der Natur.

In meinen neueren Bildern arbeite ich mit Ölfarbe auf Karton und Leinwand. Nachdem ich mich ca. 5 Jahre mit der Aquarellmalerei auseinander gesetzt habe, gehe ich nun wieder zurück zur Expressivität meiner Anfänge. Die Disziplin der Aquarellmalerei hat mich für feine Nuancen sensibilisiert und meinem Pinselstrich Sicherheit gegeben.

In der Ölmalerei suche ich die Befreiung der Farbe und Form. Ich greife noch einmal die ruhigen und verträumten Bildmotive meiner Aquarelle auf, um sie gleichzeitig zu zerstören und dabei neu zu erfinden. Ich durchlebe dadurch einen Prozess, der historisch vergleichbar ist mit der Entwicklung von der Romantik zur frühen expressiven Malerei. Meine Aufmerksamkeit richtet sich auf das große Ganze, statt auf Details. Im Mittelpunkt steht die Erscheinung des Menschen in einer Form von Auflösung im Raum der Farbe. Als Vorlage verwende ich häufig eigene Akt- und Portraitstudien. Die Mystik der Natur arbeitet dabei als ein spirituelles Bindeglied und drückt sich in einer Symbolform aus. Meine Bilder, sowohl die Aquarelle als auch meine neueren Ölbilder, wirken oft, wie von der normalen Welt entrückt. Zeit und Raum spielen nur noch eine untergeordnete Rolle. Was zählt ist die Unendlichkeit des Moments.“